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Für welchen Zweck kann das gefilterte Trinkwasser eingesetzt werden?

Das mit Hilfe des PROaqua4200® aufbereitete Trinkwasser ist bestens zum Kochen, Trinken, Gemüse waschen, für die Gesichtsreinigung, zum Pflanzen gießen oder Haustiere tränken, usw., geeignet. Der PROaqua4200® Trinkwasserfilter kann überall dort eingesetzt werden, wo Durchsatzmengen von ca. 2,5 Liter/Min. ausreichend sind.

Ist das Filterwasser geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung?

Die Mineralwasserindustrie hat sich darauf geeinigt, dass Trinkwasser zur Zubereitung von Säuglingsnahrung weniger als 20 mg/Liter Natrium enthalten sollte. Von daher empfiehlt Provitec® für solche Zwecke eine Konfiguration ohne Enthärtung. Dadurch bleibt der Natriumgehalt im Filterwasser gleich dem Gehalt im Leitungswasser, In Münster z.B. 25 mg/Liter. Hier haben Sie jedoch den Vorteil, dass das Filterwasser nicht abgekocht werden muss, wie das Leitungswasser. In Säuglingsnahrung wird dieser Wert sogar mit 20 mg/100 ml Fertignahrung angegeben, dies entspricht einem Wert von 200 mg/Liter.

Wie bestimme ich den Natrium- und Chloridgehalt im Filterwasser?

Bei dem Ionentauscher für Kalk (Kalzium und Magnesium bilden diesen) wird pro Grad deutscher Härte 8,2 mg/Liter Natrium “getauscht”. Bei einer Enthärtung von z.B. 15° dH gelangen also 123 mg/Liter Natrium in das Filterwasser. Der Grenzwert laut Trinkwasserverordnung liegt bei 200 mg/Liter.

Bei dem Ionentauscher für Nitrat tauscht ca. 33 mg/Liter Chlorid mit 50 mg/Liter Nitrat den Platz. In Münster sind im Mittelwert 19 mg/Liter Nitrat im Leitungswasser, im Filterwasser also Null mg/Liter Nitrat und 12 mg/Liter Chlorid durch den Tauschvorgang.

 

Wie wird der PROaqua4200® Trinkwasserfilter an das Leitungssystem angeschlossen?

Der PROaqua4200® Trinkwasserfilter wird in der Regel Untertisch, vorzugsweise unter der Küchenspüle, installiert, und das Trinkwasser über einen speziellen Auslaufhahn oder einer speziellen Armaturenkombination entnommen. Die bestehende Küchenarmatur kann weiterhin für Spül- und Reinigungstätigkeiten verwendet werden. Die durchschnittliche Montagezeit für die Untertischinstallation beträgt ca. 45 Minuten.

 

Warum wird der PROaqua4200® nicht direkt an die Hauptwasserleitung angeschlossen?

Der durchschnittliche Wasserverbrauch pro Person und Tag liegt in Europa bei ca. 130 Liter. Davon werden jedoch lediglich 3 Liter Trinkwasser für Trink- und Kochzwecke benötigt. Die Restwassermenge von 127 Liter. wird als Brauchwasser für die Körperpflege, Toilettenspülwasser, Autowaschwasser, Gartenwasser, usw. verwendet. Eine Aufbereitung des Brauchwassers zu hochqualitativem Trinkwasser ist unnötig, unwirtschaftlich, und auch aus ökologischen Gesichtspunkten nicht mehr zeitgemäß.

 

Kann der PROaqua4200® Trinkwasserfilter mit Heißwasser betrieben werden?

Nein. Sowohl die Aktivkohle, als auch die Ionentauscher sollten nur mit Kaltwasser (max. 35 °C) in Berührung kommen. Zwar werden die Filtermedien durch Heißwasser nicht zerstört, eine Beeinträchtigung der Filterleistungen kann auf Dauer aber nicht ausgeschlossen werden.

 

Entsprechen die im PROaqua4200 eingesetzten Kartuschen den Lebensmittelbestimmungen?

Ja. Alle eingesetzten Filtermedien sind lebensmittelecht und unterliegen strengen Kontrollen, die u. a. auch Grundlage für die Erteilung des GS-Zeichens sind. PP-Kunststoff ohne Weichmacher. Die Schläuche für den Zu- und Ablauf sind lebensmittelecht und werden auch für Milch und Getränke in Wirtschaften verwendet.

 

Was sollte bei längerem Nichtgebrauch der Wasserfilter beachtet werden?

Bei einem längeren Nichtgebrauch (nach einer Standzeit von mehr als 4 Wochen) sollte der Trinkwasserfilter regeneriert werden. Die Filtermedien werden dadurch wieder ,,aufgefrischt" und eventuell gebildete Bakterien im Trinkwasserfilter zerstört. Somit wird auch der Bakterienfilter entlastet. Bei kurzfristigem Nichtgebrauch (ab 3 Tage) genügt ein Durchspülen von zehn Litern Wasser, um das abgestandene Wasser im Filtergehäuse auszuspülen. Grundsätzlich ist jedoch eine mikrobiologische Belastung des gefilterten Trinkwassers durch den im PROaqua4200® verwendeten Bakterienfilters ausgeschlossen.

 

Wie lange dauert beim PROaqua4200® Trinkwasserfilter die Regeneration der Filtermedien?

Bei einer Nitratbelastung von ca. 100 mg/l und einer entsprechenden Filterkonfiguration ist eine Regeneration in der Regel alle acht Wochen durchzuführen. Der Zeitaufwand für die Regeneration des PROaqua4200® Trinkwasserfilters beträgt für die Vorbereitung des Filtergerätes ca. 3 Minuten, und für die selbsttätige Regeneration der Filtermedien ca. 100 Minuten, bei einer Regeneratmenge von ca. 30 Litern. Der Verbraucher kann während dieser Regenerationsphase anderen Tätigkeiten nachgehen. Nach der Regeneration ist der Trinkwasserfilter in max. 5 Minuten wieder an das System angeschlossen
 

Besonderheit bei der Erstinbetriebnahme

Bei Erstinbetriebnahme Ihres neuen PROaqua-Filtersystems werden im Anionentauscher mehr Mineralsalze (Gegenionenm Na+) abgegeben als „Kalk“-Ionen aufgenommen werden. Dieser positive Effekt erhöht die Mineralsalzmenge im Trinkwasser, was kurzzeitig zu einem basischen Trinkwasser mit  einem höheren pH-Wert führt (ca. pH 9,5).
Innerhalb eines Benutzungszeitraumes von ca. 2 Wochen (über den Tag verteilte Entnahmemengen von mind. 15 Liter/Tag) werden Übersäuerungen des menschlichen Organismus durch dieses basische Wasser unterstützend neutralisiert. Das basische Wassers kann zu Geschmacksirritationen führen. Je nach Geschmacksempfinden schmeckt das Trinkwasser in dieser Phase leicht „erdig“, „mehlig“,  oder „metallisch“, je nach Einzelperson. Die dauerhafte Zuführung basischen Wassers ist jedoch ebenso problematisch wie saures Wasser (z. B. demineralisiertes Wasser). Nach Ablauf der ersten zwei  Betriebswochen stellt sich dauerhaft eine Neutralität des Ionenaustausches ein. Dadurch gleicht sich der pH-Wert dem Ideal von pH 7,3 dauerhaft an, bei bestem Geschmack.

Spezielle Hinweise zur Entfernung von „Kalk“ (Enthärtung):

Der im Trinkwasser gelöste „Kalk“ besteht überwiegend aus Calcium- und Magnesiumionen. „Kalk“ ist somit ernährungsphysiologisch als sehr positiv zu bewerten. Die Aufnahmemengen von Calcium und Magnesium aus dem Trinkwasser zur Versorgung des menschlichen Organismus als Nahrungsmittel sind jedoch aufgrund der geringen Konzentrationen als geringfügig einzustufen. „Kalk“ ist ein sehr dominanter Geschmacksträger im Trinkwasser. Hoher „Kalk“-Gehalt wird als vollmundig definiert. Geringer „Kalk“-Gehalt wird als weich empfunden. Wasser mit geringem oder keinem „Kalk“-Gehalt hat eine Geschmackstendenz zu leicht bitter, teilweise metallisch schmeckend.
Bei der Entfernung von „Kalk“ aus hartem Wasser stellt sich somit eine Geschmacksveränderung ein. Logischerweise etwa so wie bei Kaffee mit oder ohne Zucker. Das menschliche Geschmacksempfinden stellt sich jedoch sehr schnell auf das möglicherweise veränderte Geschmacksbild des „kalk“-freien Trinkwassers ein. „Kalk“ hat ab einem Härtegrad von 8 - 10° dH (Gesamthärte) die Eigenschaft ab einer Temperatur von 45°C vermehrt „Auszufallen“ und technische Geräte, Rohrleitungen, usw. zu „Verkalken“. „Kalk“ im Wasser mit einem Härtegrad von weniger als 7° dH ist stabil und fällt - auch bei höheren Temperaturen - nicht aus. Idealerweise wird daher eine Teilenthärtung angeboten, auf 7° dH oder bei einer Rohwasserhärte von unter 7° dH eine Konfiguration ganz ohne Enthärtung.

Quelle: Provitec GmbH Wegscheid

 

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Matthias Ogiermann   Selbständiger Provitec® - Vertriebspartner seit 2004     PROWELL Systemberater

Im Hagenfeld 75     48147 Münster    Tel.: 0251  28 55 610  Mobil: 0163 729 3017